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Vergangene Veranstaltungen des Literaturforums Dresden e. V.

2018


Donnerstag, den 16. August 2018, 20 bis ca. 23 Uhr, Bühne am Japanischen Palais, Palaisplatz 11, Dresden
Palais.Sommer 2018
Palais.Poesie
Auf der Open-Air-Bühne des Palais-Sommers lesen in diesem Jahr:
Róža Domašcyna, Lütfiye Güzel, Jörg Schieke und Moritz Gause.
Ein Abend mit Dichtkunst, der inzwischen kaum mehr wegzudenken ist aus dem sommerlichen Kulturkalender der Landeshauptstadt. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais. Einer der Höhepunkte des alljährlich stattfindenden, eintrittsfreien Palais-Sommers. Palais.Poesie ist ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance, bei dem namhafte Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen. In den Pausen erklingt Live-Musik von Central Boom and Space mit Winterberg (electronics) und Mario Faust (Trompete und Sitar).

 

Freitag, den 7. September 2018, 19 Uhr im Deutschen Hygienesmuseum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Der renommierte New Yorker Essayist Eliot Weinberger stellt zusammen mit seiner Übersetzerin Beatrice Faßbender sein soeben auf Deutsch erschienenes Buch "Vogelgeister" vor.

Die New York Times nennt ihn „einen der größten lebenden Essayisten der Welt.“ Und tatsächlich verblüfft der 1949 in New York City geborene Eliot Weinberger mit dem enormen Wissensfundus, aus dem er für seine bislang 16 Bücher schöpfte: Ob die Träume der Wikinger, das Liebesleben der Maulwürfe, die Gedächtnispaläste von Matteo Ricci, ausgestorbene Vögel in Neuseeland oder die Schrecken des Irakkrieges, er spart kein Thema dieser Welt aus und mischt sich mit politischen Essays und Kommentaren ein. Sein Prosagedicht What I heard about Iraq von 2005, im Wesentlichen eine Collage von Statements der US-Administration während des Irakkrieges, wurde zum Internet-Phänomen und daraufhin weltweit gelesen und aufgeführt. Auch Vogelgeister ist ein weltliterarisches Kompendium, das beständig Grenzen überschreitet und von wahren Geschichten handelt, so fabelhaft sie auch scheinen.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich. 

Donnerstag, den 14. Juni 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Kathy Zarnegin liest aus Ihrem Roman "Chaya" und Gedichte.

In den Wirren in der Islamischen Revolution schließen die Schulen im Iran. Die Eltern schicken Chaya, mitten in ihrer Pubertät, allein, ohne ihre beiden Schwestern, in die Schweiz, damit sie dort zur Schule gehen kann. Chaya notiert: „Und weg war die Kindheit.“ Chayas Leben widerspricht den Erwartungen ihrer Mutter: „Meine Enttäuschung über ihr Desinteresse an meinem Leben war so groß, dass ich anfing, sie zu hassen. … Kein Wort des Lobes, dass ich alles alleine … auf die Reihe bekommen hatte, die Schule zu absolvieren und in einem fremden Land Geld zu verdienen. Und wenn ich sie einmal auf ein Erfolgserlebnis von mir ansprach, sagte sie trocken und ernst, dass sie nie etwas anderes von mir erwartet hätte. Sie war nur darauf versessen, die Mängel in meinem Leben wahrzunehmen.“
„Chaya“ ist kein autobiographischer Roman, gleichwohl gibt es Schnittstellen mit dem Leben der Autorin. Auch Kathy Zarnegin wurde in Teheran geboren, auch sie zog in ihrer Jugend in die Schweiz. Sie studierte Philosophie, promovierte in vergleichender Literaturwissenschaft, ist ausgebildete Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin und betreibt eine Praxis in Lebensorientierung. Außerdem ist sie nicht nur Mitbegründerin und Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel, sondern auch Mitbegründerin des Lacan Seminar Zürich.
Trotz alldem hat Kathy Zarnegin noch Zeit, Gedichte zu schreiben: „Und in der Mitte, weisst Du noch, / knäuelte sich / jedes Mal / mein Vollmondleib, / als Du mich nanntest: / mein Goldstein.“ oder "Küss mich tot und blau“.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Donnerstag, den 28. Juni um 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Viktor Kalinke stellt das Zhuangzi und das Daodejing vor.

Eine Zikade und ein Täubchen sagen: „Wenn wir uns aufraffen und fliegen, dann landen wir auf den Zweigen einer Ulme oder eines Sandelholzbaumes; manchmal, wenn wir sie nicht erreichen, purzeln wir auf die Erde und das war's. Wozu neunzigtausend Li in die Höhe aufsteigen und nach Süden fliegen?"
Im deutschen Sprachraum existiert bis heute keine vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen. Die Rezeption hierzulande wurde von der Ausgabe aus dem Jahr 1912 von Richard Wilhelm dominiert, der den Text um ein Drittel gekürzt und an vielen Stellen verfälscht hat. Das daoistische Denken, das auch im Westen in den letzten Jahrzehnten eine Belebung erfahren hat, stützte sich im deutschsprachigen Raum bislang auf eine völlig unzureichende Textgrundlage. Diese Lücke wird von Viktor Kalinke geschlossen. Im Ergebnis eines siebenjährigen Editionsprojekte ist eine zweisprachige, jetzt schon legendäre Referenzausgabe entstanden, die auch im deutschsprachigen Raum endlich einen verlässischen Einstieg und Zugang zum Daoismus verschafft.
Die Laozi zugeschriebene Aphorismensammlung Daodejing entstand vermutlich zu Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. als Meditationsgrundlage für philosophische Schulen.
Das Daodejing entstand in einer politischen Wendezeit. Während sich die autoritären Lehren des Konfuzius als Staatsideologie durchsetzten, deren Kenntnis von den Beamten gefordert wurde, war das Daodejing dank seiner vieldeutigen Metaphorik und subversiv-kritischen Aussagen der heimliche Klassiker der gelehrten Beamten. Das Faszinierende des Daodejing besteht in einer einzigartig anmutenden Bündelung kosmischer, seelischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge, die mit Recht als unio mystica bezeichnet werden kann.
Laozi (Schreibweisen: Lao tse, Lao-tse, Lao tzu, Laudse) ist ein legendärer chinesischer Philosoph, der der Sage nach ein älterer Zeitgenosse des Kongzi (Konfuzius) gewesen sei und als königlicher Schrifthüter gearbeitet habe. Die Schilderung eines Treffens, bei dem Kongzi (5. Jh. v. Chr.) von Laozi über die Riten belehrt, findet sich bei Zhuangzi und gilt als phantasievolle Erfindung ohne historischen Gehalt. Auch die „Biographie“ des Laozi, die der chinesische Hofhistoriker Sima Qian (2. Jh. v. Chr.) wiedergibt, beruht auf Gerüchten. Ob je ein Mann namens „Laozi“ (wörtlich: „Alter Meister“) gelebt hat, wird von der Forschung bezweifelt.
Viktor Kalinke: geb. in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing (Peking), Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz..
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Donnerstag, den 26. April 2018, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Bachtyar Ali liest aus seinem Roman "Die Stadt der weißen Musiker"
Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben. Als der Krieg und die Bombardements beginnen, wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. Schließlich wird er von einem Offizier tödlich verwundet und zugleich gerettet. Untergetaucin einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat im Freudenhaus "Die weiße Orange" die wahre Kunst der Musik wieder verlernen, um nicht aufzufallen.
Die beiden großen Romane Bachtyar Alis, "Der letzte Granatapfel" und "Die Stadt der weißen Musiker", auf Deutsch im Unionsverlag Zürich erschienen, erinnern an die große orientalische Erzähltradition und schildern auf hochpoetische Weise eine unbekannte Welt: das Schicksal der irakischen Kurden. Bachtyar Ali wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologie-Studium ab, um sich fortan der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband, "Sünde und Karneval", erschien 1992. Im Herbst 2017 erhielt er den Nelly-Sachs-Literaturpreis der Stadt Dortmund.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich. 

 

Mittwoch, den 14. März 2018, 19 Uhr in der SLUB (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden), Veranstaltungssaal, Zellescher Weg 18, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Passagen Gespräche: Forum für neues politisches Denken
Alain Badiou im Gespräch mit Peter Engelmann
In der aktuellen Situation, in der die sozialen Unterschiede immer größer werden, in der Europa zu zerfallen droht und die Krise der parlamentarischen Demokratien die Menschen immer mehr den populistischen Parteien in die Hände treibt, fragen wir nach gesellschaftlichen Alternativen jenseits der etablierten politischen Programme und Institutionen. Peter Engelmann spricht mit dem französischen Philosophen Alain Badiou über die Ursachen von Armut, Migration, Terrorismus und den wiedererwachenden Nationalismus in Europa. Im Mittelpunkt der Diskussion steht Alain Badious Lösungsvorschlag und damit die Bedeutung der Philosophie für ein Umdenken und einen radikalen Bruch mit der Logik der gegenwärtigen Welt.
Alain Badiou ist Philosoph, politischer Aktivist, Mathematiker und Literat. Er zählt zu den bedeutendsten und meist diskutierten philosophisch-politischen Denkern der Gegenwart und ist Verfechter der Idee des Kommunismus. Alain Badiou leitete die philosophische Fakultät der École normale supérieure in Paris.
Peter Engelmann ist Verleger, Philosoph und Herausgeber zahlreicher Texte der französischen Philosophen der Postmoderne und Dekonstruktion.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und dem Passagen Verlag Wien.
Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Gespräch auf Französisch und Deutsch. Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Anreise: 61 (Haltestelle Staats- und Universitätsbibliothek), Linie 66 (Haltestelle Technische Universität/Fritz-Foerster- Platz), Linie 11 (Haltestelle Zellescher Weg). Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Sonntag, den 18. Februar 2018, 17-19 Uhr Container des Staatsschauspiel Dresdens auf dem Postplatz
Erinnern & Vergessen – #WOD Kulturfestival in Containern
poesie.labor // Leseabend des Literaturforums
"dann geraten wir / in verschiedene Gedichte / sind verstreut über / die Kontinente“
Autor*innen des Literaturforums Dresden und Gäste stellen ihre neuesten Texte vor.
Vom 10. bis zum 19. Februar 2018 stehen die gelben Container der Dresdner Kulturschaffenden auf dem Theaterplatz, Postplatz, Altmarkt und Neumarkt, öffentliche Plätze Dresdens, die historisch oft Schauplätze von Zerstörung und anderen Formen der Feindlichkeit waren. Aus Anlass des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens 1945 geht es unter dem gemeinsamen Thema ‚Erinnern & Vergessen‘ um das Verhältnis von Geschichte, Gegenwart und Zukunft, um Veränderungen des Gedenkens und die Möglichkeit, Freiheit, Identitäten und Diversität in Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren und diese wichtigen Plätze der Stadt als Orte des Dialogs zu erleben.
Das vollständige Programm des Festivals finden Sie hier: https://weltoffenesdresden.wordpress.com/blog/
Anreise: Postplatz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: Frei!

 

Mittwoch, den 7. Februar 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Achtung! Diese Veranstaltung muss leider abgesagt werden. Ein Nachholtermin wird gesucht.
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Lütfiye Güzel (Berlin)
"von außen kommt nix / von innen geht nix / & am Ende / entsteht dann / so was hier“
Das steht auf dem Einband von Lütfiye Güzels Gedichtband „hadi hugs“. Hadi ist türkisch und heißt so viel wie „los / mach schon / auf geht‘s“ und hugs ist englisch für Umarmungen. Geschrieben ist der Gedichtband „für die traurigen“. Nichts verbirgt Lütfiye Güzel in ihren Gedichten, klar und offen schreibt sie von der leeren Automatik des Alltags, vom Widerstand gegen den Zwang, funktionieren zu müssen. Jedes ihrer Gedichte ist eine Umarmung, spendet Kraft, selbst Zeilen wie: „der müll macht mir sorgen / weil die Mülltonnen im Keller stehen und ich / angst habe dass mich der nachbar sieht / beim runter- und aufsteigen der kellertreppe“ oder „das fenster steht auf der kippe und / auch sonst alles“ oder „widerspruch / weg vom sogenannten Leben das mich/ immer knapp verfehlt“.
Lütfiye Güzel wurde 1972 in Duisburg geboren und veröffentlicht seit 2014 Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label Go-Güzel-Publishing. Im Mai 2014 wurde Lütfiye Güzel mit dem Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet, im November 2017 mit dem Literaturpeis Ruhr. Ihr Lyrik-Projekt "Elle-Rebelle" (Gedichte auf losen Handzetteln) ist im August 2017 erschienen. Im Moment arbeitet sie an ihrem neuen Buch "Nix Meer".
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

 

 

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