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Die Reihe Literarische Alphabete (Lesungen am 14. 3., 17. 4. und weitere Termine) wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Die Lesung am 17. 4. wird zusätzlich gefördert vom Förderprogramm Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung.

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28. Februar 2012, 20 Uhr in der Veränderbar, Görlitzer Straße 42 HH, Dresden
poesie.labor
Lesenacht
Das Literaturforum ist zu Gast in der Veränderbar. Autoren des Literaturforums und Gäste lesen ihre neuesten Texte. Bisher haben zugesagt Kerstin Becker, Undine Materni, Sarah Rehm, Anne Seidel, Silvio Colditz, Dieter Krause, Alexander Morawitz, Erich Sobeslavsky und Patrick Wilden.
Lesung.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Literaturzeitschrift Der Maulkorb.
Eintritt: 3 Euro
Anreise: Linie 13 Alaunplatz


14. März, 20 Uhr im Landhaus Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Stadtmuseum Dresden, Städtische Galerie)
LITERARISCHE ALPHABETE
Peter Gizzi (Holyoke, Massachusetts, USA), einer der bedeutendsten zeitgenössischen amerikanischen Dichter, liest aus seinem ersten auf Deutsch erschienenem Band, „Totsein ist gut in Amerika“ und spricht mit Patrick Beck über Dichtung und Wirklichkeit.
Seine Verse sind wirklichkeitsgesättigt und empfindsam zugleich, was nicht verwundert bei einem Autor, der sich nicht festlegen lässt. Und der über reiche Alltagserfahrungen verfügt: Gizzi, 1959 in Pittsfield geboren, studierte Alte Sprachen, lebte Anfang der 80er Jahre in New York inmitten der Punk-Szene, arbeitete tagsüber am Fliessband und nachts in einem Heim für psychisch erkrankte Jugendliche. Noch auf der Highschool schrieb er, angeregt von der Lektüre der Odyssee, sein erstes Gedicht. „Ein Kind wurde ich, eine Frage / Sitzend im Gras“, beginnt eines seiner suggestiv-sinnlichen Gedichte, in anderen Texten gleitet das Ich „durch Tagtraumhecken“ oder „hält sich an Songs, / die ein leuchtendes Ereignis stempelten.“
Gizzis Werk ist beeinflusst von William Carlos Williams und George Oppen, von zahlreichen Beat-Autoren und von Ezra Pound. Für die deutschen Übertragungen seiner Gedichte sorgten u.a. die Lyriker Sylvia Geist, Jan Volker Röhnert und Daniela Seel.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch.
Eintritt: 6 / 4 Euro.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz


17. April 2012, 20 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Marica Bodrožic (Kroatien/Berlin) liest aus ihrem Erzählungsband „Der Windsammler“ sowie ihrem Gedichtband „Quittenstunden“ und spricht mit Patrick Beck über das Leben zwischen erster und zweiter Muttersprache, zwischen dem Kroatischen und dem Deutschen.
Das dörfliche Leben, die Jahreszeiten, die Kindheit als Garten Eden, die Gesetzmäßigkeiten der Träume, aber auch Krieg und Diktatur, durchziehen die Erzählungen ihres Buches „Der Windsammler“. Mit poetischem Blick sammelt die Autorin auf elf dalmatinisch-istrischen Inseln Versatzstücke der Wirklichkeit, um sie sodann in moderne Märchen münden zu lassen.
„In den Sätzen muß der Atem wohnen“, sagt Marica Bodrozic, die, in Dalmatien geboren, im Alter von neun Jahren nach Deutschland kam und heute in Berlin lebt. Ihre neuen Gedichte, „Quittenstunden“, sind ein poetisches Familienalbum mit langem Atem, in dem die Dichterin den Versuch unternimmt, den Echoraum von Gewalt und Freiheit auszuloten.
„Quittenstunden liebte ich / schon im Bauch der Mutter / alles Schöne und Gute: knapp / Herznachkriegszeit / Farben und Gerüche / waren mein erster Hunger...“
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Gefördert von dem Förderprogramm Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch.
Eintritt: 6 / 4 Euro.
Anreise: Linie 10, 13 Großer Garten, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum


5. Juni 2012, 20 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Der slowenisch schreibende österreichische Schriftsteller Florjan Lipuš (Miklauzhof, Österreich) liest aus seinem Roman „Boštjans Flug“ und spricht mit Patrick Beck über die Identität im Kontaktfeld zweier Kulturen.
Wenn der Begriff „Weltliteratur“ heute noch Sinn ergebe, so Peter Handke unlängst, dann bei einem Buch wie „Boštjans Flug“ von Florjan Lipuš.
Lipuš, 1937 in Lobnig geboren und aufgewachsen in einem engen Tal der Karawanken, gehört zu den herausragenden slowenischen Gegenwartsschriftstellern.
Er war sechs, als seine Mutter von den Nazis nach Ravensbrück verschleppt und dort umgebracht wurde. Ihr wurde vorgeworfen, Partisanen unterstützt zu haben. Lipuš` Vater mußte, wie viele Slowenen, in der Wehrmacht dienen. Themen, die Lipuš später immer wieder in seine Romane wird einfliessen lassen, Erinnerungsbilder von beispielloser Eindringlichkeit.
Zudem ist „Boštjans Flug“, im Jahr 2005 in Klagenfurt erschienen, ein Roman über verlorene und zurückgewonnene Kindheit und Jugend, ein Buch des Verlusts ebenso wie des Sich-Wiederfindens. Im Wieser-Verlag ist soeben auch eine Florjan-Lipuš-Werkausgabe erschienen. Ein großer europäischer Romancier ist hier, in Lesung und Gespräch, zu entdecken!
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch.
Eintritt: 6 / 4 Euro.
Anreise: Linie 10, 13 Großer Garten, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum