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Die Reihe Literarische Alphabete (Lesungen am 13. 4., 27. 5. und weitere Termine)
wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen,
der Kulturstiftung Dresden
der Dresdner Bank,
der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz
und der
Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung.
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23. 6. 2010, 19.00-20.15 Uhr im LeseGarten, Prießnitzstraße 56, Dresden (bei Gewitter in der Buchhandlung LeseZeichen)
Diese Lesung muss wegen Erkrankung verschoben werden. Ein neuer Termin wird noch bekannt gegeben.
Buchpremiere Lied aus reinem Nichts: Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts
Der Herausgeber Michael Braun (Heidelberg) stellt, im Gespräch mit Patrick Beck, die im Verlag Das
Wunderhorn erschienene Anthologie vor.
„Es geht um die Bestandsaufnahme eines lyrischen Jahrzehnts, nicht um die Promovierung einzelner Schreibweisen als der poetischen Weisheit
letzter Schluss“, schreibt Michael Braun, neben Hans Thill einer der beiden Herausgeber der Lyrik-Anthologie „Lied aus reinem Nichts“.
„Gute Dichtung beginnt mit dem Totalverlust aller Gewißheiten. Jedes neue Gedicht verändert und überschreitet die Theorien.“
Die Poesie ist, bis heute, ein ungesichertes Gelände. Nach Michael Krüger, dem Verleger des Hanser-Verlages, kann sie im besten
Falle immerhin „ein Grasbüschel, das leuchtet“ sein. Was die Herausgeber der profunden Sammlung „Lied aus reinem Nichts“ zum
Leuchten gebracht haben, kann man am 23. Juni in der Buchhandlung LeseZeichen erfahren. Dann wird einer von beiden, Michael Braun,
einige Gedichte aus der Anthologie vorstellen und sich im Gespräch mit Patrick Beck tief über die lyrischen Grasbüschel beugen.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit und gefördert von der Buchhandlung LeseZeichen.
Eintritt frei.
Anreise: Linie 11 Pulsnitzer Straße oder Diakonissenkrankenhaus, Linie 13 Bischofsweg
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29. 7. 2010, 20 Uhr im im LeseGarten, Prießnitzstraße 56, Dresden (bei Gewitter in der Buchhandlung LeseZeichen)
LITERARISCHE ALPHABETE
Tadeusz Dabrowski (Gdansk) und Andre Rudolph (Leipzig) lesen aus ihren Büchern „Fluglärm über den
Palästen unserer Restinnerlichkeit“ und „schwarzes quadrat auf schwarzem Grund“.
Der australische Dichter Les Murray hat, auf die aktuelle europäische Poesie angesprochen, einmal gesagt, was ihn störe sei,
daß diese zu sehr „von den Universitäten“ her komme. Was mit diesem Diktum aufs Korn genommen wird, ist die angestrengte Originalität
eines Dichtens, bei dem alle Verbindungen zu unserer alltäglichen Erfahrung gekappt worden sind.
Dass es auch anders geht, beweisen die Bücher zweier Lyriker, die beide derselben Generation angehören: des 1975 in Warschau
geborenen Andre Rudolph und des 1979 geborenen Tadeusz Dabrowski. Rudolphs Gedichte leuchten wie die Kinder in seinem Gedicht
„Sonne über Platons Haus“, sind von verhaltener Ironie und voller farbiger Assoziationsgeflechte.
Der polnische Lyriker Tadeusz Dabrowski ist ein „gut trainierter Skeptiker“ (Michael Krüger), dessen scheinbar leicht dahingesprochene Gedichte
die Möglicheiten unserer Existenz in einer rasenden Welt ausloten: Poesie als Gegenentwurf und bar jeder Bildungsattitüde.
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit der Buchhandlung LeseZeichen.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Eintritt: 6 / 3 EUR
Anreise: Linie 11 Pulsnitzer Straße oder Diakonissenkrankenhaus, Linie 13 Bischofsweg
18. September, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
„Zeitstücke“ - Dennis O`Driscoll (Dublin) liest am 18. September neue Prosa und Gedichte und spricht mit Patrick Beck
über die irische Poesie, den Nobelpreisträger Seamus Heaney und darüber, wie lang ein Tag ist.
Zum zweiten Mal wird in Dresden ein namhafter Autor des Internationalen Literaturfestivals Berlin vorgestellt.
Zeichneten sich O`Driscolls frühe Gedichte durch einen äußerst kurzen, bildhaften und kristallinen Stil aus, so sind seine neuesten
Arbeiten eher von einem diskursiven Ton geprägt. Das Gedicht ist für ihn „eine Art Zeitkapsel“. Alles könne bedeutsam sein im Gedicht:
ein verregneter Tag im August, der abwesende Gott oder die Uhr des Großvaters: „Die Großvateruhr bewahrt/ die Zeit hinter Schloß und
Riegel/ zählt die Sekunden wie ein Geizhals/ im Inneren eines Walnussgewölbes.“
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Eintritt: 7 / 3 EUR
Anreise: Linie 10, 13 Großer Garten; Linie 1, 2, 4, 12 Hygiene-Museum
29. September, 20 Uhr in der Buchhandlung LeseZeichen, Prießnitzstraße 56, Dresden
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG UND BUCHPREMIERE
Der Dresdner Autor Patrick Beck liest aus seinem ersten Buch "Ich habe ein Haus aus Licht gebaut" und anderer Texte.
Patrick Beck, 1975 in Zwickau geboren, ist ein aufmerksamer Beobachter des Alltags, den er in seinen Texten auf subtile Weise ins
allgemeingültig-mythische erhebt. Es sind wundersame Welten, in die er uns entführt. Das neue Buch vereint kurze Prosastücke,
die mit poetischer und zugleich anschaulich klarer Sprache Augenblicke festhalten, Momentaufnahmen wiedergeben.
Dabei entstehen farbenprächtige Naturgemälde und pittoreske Traumsequenzen, welche den Leser völlig im Unklaren lassen,
ob er in die Welt oder in einen Spiegel blickt.
Zeitgleich wird eine Ausstellung mit neuen Photographien des Dresdner Photographen Rainer Boehme eröffnet.
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit der Photographischen Sammlung Museanum und der Buchhandlung LeseZeichen.
Eintritt frei
Anreise: Linie 11 Diakonissenkrankenhaus; Linie 13 Bischofsweg
12. Oktober, 20 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Perikles Monioudis (Zürich) liest aus seinem Roman „Land“ und spricht mit Patrick Beck über den
vagabundierenden Roman, das Mittelmeer, Palmen und das Unterwegssein. .
Der 1966 in Glarus in der Schweiz geborene Schriftsteller Perikles Monioudis ist ein Wanderer zwischen den Kulturen. Er wuchs
+zweisprachig als Sohn griechischer Eltern auf, die aus dem kosmopolitischen Alexandria in die Schweiz eingewandert waren. 1991
gründete Monioudis die Autorengruppe „Netz“; 1993 erschien sein erster Roman, „Die Verwechslung“, dem zahlreiche weitere Bücher
folgten. Lesereisen führten Monioudis durch mehr als zwanzig Länder auf verschiedenen Kontinenten; 1995 erhielt er den Preis
der Schweizer Schillerstiftung. Derzeit betreut Perikles Monioudis als Online-Journalist den Sportteil der „Neuen Zürcher Zeitung“.
Sein Roman „Land“), den Monioudis unter anderem in Dresden vorstellen wird, ist ein Buch über das Unterwegssein und die
Erfahrungen eines Reisenden rund ums Mittelmeer.
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Sitftung Pro Helvetia.
Eintritt: 7 / 3 EUR
Anreise: Linie 10, 13 Großer Garten; Linie 1, 2, 4, 12 Hygiene-Museum
18. 11. 2010, 20 Uhr in der Sternwarte Radebeul, Auf den Ebenbergen 10a, Radebeul bei Dresden
POESIE IM PLANETARIUM
Lesung, Vortrag und Himmelsbetrachtung
Erich Sobeslavsky liest aus seinem umfangreichen Prosawerk „Der Bericht“ und spricht mit Patrick Beck über den
Fluss der Erinnerung und was die Wissenschaft der Poesie zu sagen hat und umgekehrt.
Ohne Sterne keine Poesie, so könnte man sagen. Denn bereits Dichter wie Robert Frost („Astrometaphysical“) und Walt Whitman („Year of meteors“)
schrieben Gedichte über Themen der Astronomie. Mit Gottfried Benn hielt die „szientistische Weltsicht“ endgültig in die Poesie Einzug, Lyriker
wie der Tscheche Miroslav Holub oder der aus Dresden stammende Durs Grünbein versuchten sich in jüngster Zeit daran, neue wissenschaftliche
Erkenntnisse in ihre Poesie einfließen zu lassen. Elektrische Apparate, Teilchenbeschleuniger, Nebelkammern, alles kann, alles muß bedichtet
werden. Nicht zu vergessen die Teleskope und Astrographen, die uns den Blick zu den Sternen erlauben.
Mit Erich Sobeslavsky, dem zweiten Gast der Reihe „Poesie im Planetarium“, ist ein Autor zu Gast, der den Wissenschaftsbetrieb
wie seine Westentasche kennt. Der 1942 in Ostrava geborene und in Lauchhammer aufgewachsene Lyriker und Romancier studierte
an der Universität Leningrad (heute wieder St. Petersburg) Physik und arbeitete lange Zeit als Physiker am Zentralinstitut für Kernforschung in Rossendorf.
Seine Erzählungen, so sagt der Schweizer Dichter Beat Brechbühl über Sobeslavsky, „geraten als persönliche Energien über uns“. „Der Bericht“
(der erste Teil des auf mehrere Bände angelegten Werkes erschien 2004 im Verlag Die Scheune, Dresden) lebt, wie schon sein Erzählungsband
„Das Lachen der Dohlen von Dubna“, von starken Menschen-, Natur- und Erinnerungsbildern. Der Autor wird in Radebeul noch unveröffentlichte
Kapitel aus dem zweiten Teil dieses „opus magnum“ lesen.
Im Anschluß erfolgt eine Einführung in den aktuellen Sternenhimmel,
eine Planetariumsvorführung und, bei wolkenfreiem Himmel, eine Himmelsbetrachtung. Am
18. 11. stehen Mond, Jupiter und der Andromedanebel günstig.
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit der Volksternwarte Radebeul.
Eintritt: 6 / 3 EUR
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